Archiv der Kategorie: Aktivitäten 10/2019

19.10.2019: Dan-Prüfung in München

Wir haben zwei neue Dan-Träger im Dojo! Wolfgang Oharek hat seinen ersten Dan Jiujitsu-Karate erfolgreich bestanden, Christopher Picardi seinen zweiten Meistergrad im Kickboxen. Ganz herzlichen Glückwunsch an unsere neuen Schwarzgurte!
Geprüft wurden nach den Richtlinien des Deutscher Jiu-Jitsu-Ring Erich Rahn e.V. u.a. selbstverteidigungsorientierte Techniken aus dem Stand und Boden, Waffenabwehr, Würfe, Hebel-, Halte- und Würgegriffe sowie Schlag- und Tritttechniken. Karate-/Kickbox-Grundtechniken, Kombinationen und Ausführung der Schläge und Tritte an den Pratzen und am Sandsack wurden zudem geprüft. Außerdem zeigten die Prüflinge ihre Fähigkeiten in Stand- und Bodenkampf und stellten ihr theoretisches Wissen in Budo-Geschichte, Stilkunde und ihre rechtlichen Kenntnisse zur Prüfng. Die hochkarätige Prüfungskommission in der Jiu-Jitsu-u.Karate-Schule Lothar Sieber in München: Lothar Sieber 10. Dan, Harald Weitmann 9. Dan, Wolfgang Krötz, 5. Dan.

Earned, not given: Die Voraussetzungen zur Zulassung zur Dan-Prüfung sind in der Jiu-Jitsu-Karate-Schule Augsburg ausgesprochen hoch. Allein die Vorbereitung zum 1. Dan beläuft sich auf mindestens zwei Jahre mit im Schnitt 3 Trainingseinheiten pro Woche. Oft haben die Prüflinge sogar 4 mal in der Woche trainiert. Dazu gehört das regelmäßige Besuchen von Lehrgängen sowie die stetige Arbeit an sich selbst, die Suche nach Perfektion und Sauberkeit in den Techniken und eine tadellose Budo-Etikette: Uneitelkeit, Bescheidenheit, Disziplin, Befreiung von negativen Eigenschaften auf der Matte, Vorbild für die anderen Schüler im Dojo, usw. Körperliche Fitness, Kraft-Ausdauer sowie die angemessene Abhärtung sind für einen Dan-Träger bei uns absolute Voraussetzung.

19./20.10.2019: Jiu-Jitsu u. Shaolin-Tempelboxen Lehrgang in Weilheim

Bericht: Thomas Gerold

In Kooperation mit dem Deutschen Jiu-Jitsu Ring Erich Rahn e.V. (DJJR), Deutschen Dan-Träger und Budo-Lehrer Verband (DDBV) und der Internationalen Assoziation für Asiatische Kampf-Künste (INT.A.AS.K.K. veranstaltete die Abteilung Jiu-Jitsu / Shaolin-Tempel-Boxen des TSV 1847 Weilheim e.V. einen 2-tägigen Lehrgang um Neues zu lernen und Bekanntes aufzufrischen.

Als Hausherr des Dojo Weilheim (Lehrgangsstätte) und Funktionär des Deutschen Jiu-Jitsu Ring “Erich Rahn“ e.V. begrüßte Thomas Gerold 7. Dan Jiu-Jitsu / 1. Kampfdan Tempelboxen (Stellvertretender Vorsitzender des Großmeisterkollegiums) die Lehrgangsreferenten Andreas Woithon 8. Dan Jiu-Jitsu / 3. Kampfdan Tempelboxen und Achim Fischer 6. Dan Jiu-Jitsu / 1.Kampfdan Tempelboxen und stellte diese den ca. 40 Teilnehmern, die aus dem Kölner und Bayerischen Raum angereist waren, kurz vor.

Jiu-Jitsu, Selbstverteidigung und Tempelboxen standen auf dem Programm. Die Referenten des Lehrgangs wussten ihre Unterrichtseinheiten systematisch zu vermitteln, achteten auf korrekte Ausführung der gezeigten Techniken bzw. Schrittfolgen und gingen auch auf individuelle Fragen der Übenden ein.

Andreas Woithon referierte über militärischen Nahkampf (hierbei wird grundsätzlich von mehreren Angreifern ausgegangen) zu Befreiungen aus Würgetechniken, Jackenfassen und Beinabwehren. Hierbei wurde auf ein langsames Einstudieren der neuen Bewegungen großer Wert gelegt. Die Einheit wurde mit mehreren Schulkämpfen der Teilnehmer untereinander (ca. 20 Minuten) zum Ausklang gebracht.

Achim Fischer referierte ebenfalls über militärischen Nahkampf, wobei hier der Ansatz der Fausttechniken mit dem „richtigen Schrittsystem“ im Vordergrund stand. Die Fausttechniken wurden gegen Faust u. Fußangriffe sowie gegen Wügeangriffe und Handgelenkfassen geübt. Die Einheit wurde ebenfalls mit mehreren Schulkämpfen der Teilnehmer untereinander (ca. 20 Minuten) vervollständigt.

Thomas Gerold referierte über die Verteidigung gegen einen Stockangreifer. Das Prinzip der klebenden Hand wurde erläutert und mit verschiedenen Blockvarianten geübt.

Die Verteidigungstechniken wurden zuerst im Stand beendet, danach wurden Techniken bis zum Boden weitergeführt mit anschließender Entwaffnung. Hierbei wurde Thomas von seinem Meisterschüler Davoud Sharifi 5. Dan Jiu-Jitsu unterstützt.

Danach war das „Reingehen“ in den Angreifer bei einer Kampfsituation „Faust-Fußkampf“ Thema. Es wurden 2 Beispiele mit unterschiedlichen Ansatzpunkten der Gegenwehr geübt. In der 3 Schulkampfeinheit (ca. 20 Minuten) des ersten Tages konnte Erlerntes ausprobiert und geübt werden.

Der erste Tag fand bei bayerischem Bier, gutem Essen und vielen guten Gesprächen in einer Weilheimer Gaststätte seinen Ausklang.

Am zweiten Tag konnten ca. 35 Teilnehmer begrüßt werden. Achim Fischer begann den frühen Vormittag mit Fausttechniken vom ersten Tag und technischen Erweiterungen zum Thema. Diese Fausttechniken wurden wiederum in mögliche Situationen auf der Straße eingebaut. Auch wurde mit einer Messerverteidigung das Lauf- und Schrittsystem, das sich durch das ganze System der Kölner Großmeister zieht, nochmals erläutert und erklärt.

Andreas Woithon zeigte danach eine mögliche Verteidigung gegen gerade und gedrehte Beintritte. Auch wurde auf Kontertechniken in einer Kampfsituation eingegangen. Zum Ausklang des Lehrgangs konnten die geübten Bewegungen in mehreren Schulkämpfen der Teilnehmer untereinander (ca. 45 Minuten) ausprobiert werden.

Die Teilnehmer kamen aus den verschiedensten Budorichtungen wie Jiu-Jitsu, Jiu-Jitsu-Karate, aus den verschiedensten. Karatestilen und aus dem Kung Fu.

Ein achtsames und gutes Miteinander ist u.a. ein Schlüssel zum Lernerfolg in den Kampfkünsten. Dies war zu jeder Zeit des Lehrganges gegeben und im Dojo auch spürbar, sodass ein sehr lehrreicher und harmonischer 2-tägiger Lehrgang zu Stande kam.